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 Projekte Nordstadt  Edwin-Oppler-Weg

   

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Erläuterungsbericht      als .pdf-Datei anzeigen
 
Ausgangslage:

Im Sanierungsgebiet Hannover-Nordstadt sollte ein nicht mehr nutzbares Wohngebäude mit acht Wohneinheiten abgerissen werden. Die Grundrisse waren nicht mehr zeitgemäß (Dreiraumwohnungen mit einem Durchgangszimmer auf 62 m2 Wohnfläche, Modernisierungsstau). Die Landeshauptstadt Hannover als Eigentümerin hatte sich auf Empfehlung der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft zunächst für einen Neubau an gleicher Stelle entschieden.
 

Vor Beginn der Modernisierung
Oktober 2002

Die Landeshauptstadt Hannnover als Verkäuferin konnte von einer Bestandsmodernisierung überzeugt werden, weil deutlich wurde, dass ein Neubau nicht kostengünstiger ist (z.B. aufgrund von Ablösebeiträgen für Kfz-Einstellplätze), obwohl der zeitbedingte Modernisierungsstau hoch war.
 
Ziele
 
Mit Aufzeigen von Umsetzungsoptionen im Bestand werden bestehende Quartiere aufgewertet. In den ca. 1,2 Mio. Bestandswohnungen der 50er, 60er und 70er Jahre, deren Modernisierungen aktuell anstehen, sind für ansonsten ins Umland abwanderungsbereite Nutzer Angebote. Daneben ist die Umsetzung von PassivHausKonzepten regionale Wirtschaftsförderung, da insbesondere die hohen (Bau-) Qualitäten gut ausgebildete Handwerks- und Wirtschaftsbetriebe erfordert.
Im Mietwohnungsbau scheitert die Umsetzung von PassivHausKonzepten zumeist am Nutzer-/Investor-Dilemma: Von den niedrigeren Verbrauchskosten profitiert der Mieter/Nutzer und nicht der Investor.
Der Verkauf von "Passiver Energie" macht die vermiedenen Transmissionswärmeverluste sichtbar und refinanziert die passivhausbedingten Modernisierungskosten des Investors (von "Mehrkosten" zu sprechen wäre die falsche Terminologie).
 
Bodentiefes Aufschneiden der Fassade zur Schaffung attraktiver Wohnungsgrundrisse.
 
Die "warme Mütze" wird aufgesetzt.
Wärmedämmung: 40 cm rundherum. Da die Konstruktion auch bei 20 cm Wärmedämmung notwendig ist, spielt der Mehraufwand an Dämmung keine Rolle mehr.
 
Damit das Haus keine kalten Füsse kriegt...
Der warme Mantel wird vor die alte Fassade gestellt und verbindet neben preisgünstig umgesetzter Wärmedämmung und Luftdichtheit attraktive Grundrisse.
 
.durch Vergrößerung der Wohnräume (und damit der vermietbaren Wohnfläche!).

Herstellen der Luftdichtheit als Voraussetzung für die Installierung einer Frischluftheizung mit Wärmerückgewinnung. Jede Wohneinheit hat ein eigenes Lüftungsgerät, um die Wohnungsbewirtschaftung dem einzelnen Nutzer zuordnen zu können und damit eine wohnungsweise Abrechnung erleichtern.

 

Der verbleibende sehr geringe Nacherwärmungsbedarf wird über Wandheizelemente zugeführt...

... bzw. individuell über Nacherwärmungsflächen im Fußboden geregelt. Neben höchstem Wohnkomfort für den Nutzer ist diese Lösung kostenneutral zum Nachheizregister in der Zuluft.

 
Die Mieter profitieren seit Bezug im Oktober 2003 von konstanten Wärmekosten, die langfristig aufgrund der geringen Höhe hohe Kostensicherheit auch bei steigenden Energiekosten bedeuten. Mit der vom Mieter gezahlten "passiven Energie" kann der Investor die passivhausbedingten Modernisierungskosten refinanzieren.

 

   
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